Herkömmliche Tabakzigaretten und das Gesundheitsbestreben in der modernen Welt

Eine typische elektronische Zigarette
Zigaretten und andere Tabakprodukte sind grundsätzlich Konsumgüter, die in allen Gesellschaftsschichten beliebte Genussmittel darstellen.
Die gleichzeitig beruhigende, ausgleichende Wirkung des Tabaks, aber auch dessen Wohlgeschmack werden durch die Konsumenten hochgeschätzt. Die moderne, komplexe, oft hektische Gesellschaft, mit sehr stark durchstrukturierten Tagesabläufen, einhergehend mit begrenzter Freiheit des Einzelnen, Schlafmangel, Verspanntheit, stark begrenzter Freizeit und fehlender Besinnlichkeit, hat dazu geführt, dass Genussmittel verschiedenster Art zur Kompensation dieser Defizite großen Anklang finden.
Schon lange ist bekannt, dass die Zigarette auf der einen Seite sehr effizient die Stimmungslage des Konsumenten positiv beeinflussen kann, dass auf der anderen Seite jedoch ein erhebliches Gesundheitsrisiko besteht.
Da Nikotin darüberhinaus ein ausgesprochenes Suchtpotenzial hervorruft, besteht insbesondere bei labileren Charakteren, denen es schwerfällt, sich konsequent zu disziplinieren die Gefahr regelmäßiger Überdosierung.
Krebserkrankungen wie Kehlkopf- oder Lungenkrebs können die Folge sein und führen nicht selten zum Tode.
Zunehmend häufen sich Hinweise darauf, dass diese gesundheitsbeeinträchtigenden Folgen auch die nichtrauchenden Mitmenschen schädigen können, die insbesondere in öffentlichen Freizeiteinrichtungen wie Bars oder Restaurants, jedoch auch in dienstlichen Pausenräumen, zum passiven Mitrauchen gezwungen werden.
In zahlreichen Ländern dieser welt, insbesondere in den großen Industrienationen, hat sich daher im Laufe der Zeit ein großer Lobbyismus gegen die Tabakindustrie aufgebaut, der in der Lage war, erfolgreich auf die Gesetzgebungen der Staaten und Länder einzuwirken. In der Konsequenz herrscht in Deutschland beispielsweise grundsätzliches Rauchverbot in Gaststätten, Bars, Diskotheken und staatlichen Einrichtungen. Im Detail werden diese Verbote in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich streng gehandhabt.
So ist in Berlin beispielsweise die explizit von aussen sichtbar angebrachte Kennzeichnung einer Raucherbar weitgehend akzeptiert, während in anderen Bundesländern ein striktes Rauchverbot eingehalten werden muss.
Die elektrische Zigarette in anderen Staaten

Die e-Zigarette im Ausland
In manchen Staaten, wie zum Beispiel den USA, haben Anti-Raucher-Kampagnen eine besonders nachhaltige Wirkung erzielt. Rauchen gilt häufig als politisch inkorrekt, ist ohnehin nur noch an wenigen Orten möglich und wird mitunter lediglich noch in den einfachen Arbeiterschichten als akzeptabel angesehen. Rauchen als tendenzieller Hinweis auf die soziale Herkunft wirkt auf Akademiker und Geschäftsleute zusätzlich abschreckend.
Dies bedeutet jedoch leider nicht immer eine Rückbesinnung auf konsequent gesunde Lebensweisen. Stattdessen ist die freigewordene Marktnische längst durch andere Konsumgüter, wie Fastfood oder Alkoholprodukte, ersetzt worden.
Das grundsätzlich vorhandene Bedürfnis nach stimmungsaufhellendem Konsum haben sich nun tüchtige neue Unternehmen zunutze gemacht, die sich bemühen, die Vorzüge der herkömmlichen Zigarette von ihren Nachteilen zu trennen. Doch noch hat sich die EZigarette nicht voll durchgesetzt.
Die Entwicklung der elektronischen Zigarette
Welche auch die auch Elektro Zigarette genannt wird
Die Idee der elektronischen Zigarette, die auf Tabak und Verbrennungsprodukte verzichtet, stammt bereits aus den 60er Jahren. Jedoch hat der Erfinder H. A. Gilbert ausser dem eigentlichen Patent kein markttaugliches Produkt in Serienherstellung gebracht. Es bedurfte einer Neuerfindung im Jahre 2003 in China, die sich als geeigneter für die Massenproduktion erwies.
Statt Tabak, der sich durch Verbrennung in seine Einzelbestandteile zersetzt und dabei den Wirkstoff Nikotin freisetzt, werden durch die Elektro Zigarette Technik Verbrauchsstoffe unterschiedlicher Zusammensetzungen dem Konsumenten durch eine Verdampfungselektronik zugeführt. Der grundsätzliche Elektro Zigarette Aufbau verschiedener Hersteller bleibt dabei recht vergleichbar. Liquide bestehen im Wesentlichen aus Lebensmittelaromastoffen, Lebensmittelzusatzstoffen und Wasser. Dies soll dazu führen, dass der Raucher sich von der Abhängigkeit von der herkömmlichen Zigarette entwöhnt und nur noch das sensorische Erlebnis der Zigarette im Mund befriedigen möchte. Die elektronische Zigarette soll durch ihre Aromen Wohlgefühl und Glücksempfinden vermitteln. Man geht davon aus, auf diese Weise sowohl die Gesundheit des Konsumenten als auch die der umstehenden Mitmenschen zu schonen.
Manche Hersteller fügen dem Liquid jedoch auch Nikotin zu, was für den Nutzer eine Annäherung an den herkömmlichen Genuss bedeutet und natürlich gelegentlich in der öffentlichen Kritik steht, da die Abhängigkeitsgefahr somit fortbesteht.
Produkte und Wettbewerber
Obwohl die Rechtslage zur Nutzung der Elektro Zigarette oft noch unentschieden ist und die Hinweise auf eine ebenfalls gesundheitliche Schädigung für Konsumenten und Mitmenschen bislang nicht ausgeräumt werden konnte, hat sich bereits ein Markt mit zahlreichen Wettbewerbern entwickelt. Markennamen wie Accipiter Gentilis, UD und WORUI (alle chinesischen Unternehmen zugehörig) bemühen sich darum, im Wettbewerb vor allem hinsichtlich immer neuer Liquids und möglichst leistungsfähiger Akkus zu bestehen. Obwohl auch gelegentlich mit der ausgefeilten Ästhetik des Designs geworben wird, sehen sich die Modell doch alle recht ähnlich. Dies liegt daran, dass die Bezeichnung “Zigarette” im Zusammenhang mit diesem elektronisch betriebenen Inhalator häufig nur auf der optischen Ähnlichkeit mit der Tabakzigarette beruht, weswegen man die Form klassischer Glimmstengel auch weiter beibehalten möchte.
